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Wieder Nachwuchs bei Schneeeulen in Tierpark

Nach sieben Jahren Pause hat es im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec wieder einen Zuchterfolg bei den Schneeeulen gegeben. Vor etwa sechs Wochen schlüpfte nach etwa vierwöchiger Brutzeit ein weibliches Jungtier, sagte Kuratorin Catrin Hammer am Mittwoch. Aus dem grauen Küken sei schon eine stattliche Jungeule geworden, mit anthrazitfarbenem Gefieder. «Junge und erwachsene weibliche Schneeeulen haben ein weiß-schwarz gebändertes Federkleid, das sie besser vor potenziellen Feinden schützt», erklärte Hammer. Schneeweiß seien nur erwachsene Männchen.

Zuletzt gab es nach Angaben von Hammer im Jahr 2015 vier Junge bei diesen in arktischen Regionen beheimateten Vögeln. Seitdem standen Alter oder fehlende Geschlechtsreife von Tieren dem weiteren Zuchterfolg entgegen. Vor drei Jahren dann kam das nun fünfjährige Männchen Flocke neu in die Voliere zu Hedwig, die mit 21 Jahren schon älter und Nachwuchs-erfahren ist.

Die Weltnaturschutzunion IUCN stufte die Schneeeule 2017 auf der Roten Liste als gefährdet ein. Die Zahl freilebender Tiere sinke kontinuierlich, sagte Hammer. Grund sei der auftauende Permafrost, der das Ökosystem ihrer Brutgebiete verändere und die tagaktive Schneeeule «zu einem klassischen Verlierer des Klimawandels» mache. In Zoos und Tierparks indes sei sie gut vertreten. In Görlitz wird sie schon seit Jahrzehnten gezüchtet - und Nachwuchs später jeweils und gemäß Zuchtbuch an andere Einrichtungen abgegeben.

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