Zur Rettung der Flussperlmuschel sind im Vogtland weitere 250 Tiere ausgewildert worden. Sie stammen aus einer Nachzucht und wurden am Donnerstag in die Freiheit entlassen. Die Süßwassermuschel ist vom Aussterben bedroht und kommt im Freistaat nur noch in wenigen Gewässern im Vogtland vor.
Seit Jahren werden deshalb in einer Station im Vogtlandkreis Muscheln nachgezüchtet. Es ist eine von bundesweit vier Einrichtungen. Ohne diese Hilfe wären die Tiere in Sachsen nach Expertenmeinung ausgestorben.
Ziel des Projekts: Bestände stabilisieren
Ziel des Projekts ist es, die Bestände zu stabilisieren und eine natürliche Vermehrung in freier Natur zu sichern. Dabei soll auch die nun herangezüchtete Muschelgeneration helfen. Die Tiere seien teils älter als zehn Jahre und bis zu sieben Zentimeter groß, teilte der Vogtlandkreis mit.
Nach Angaben der Landesstiftung Natur und Umwelt wurden sie in Käfigen gehalten und intensiv gepflegt. Das Artenschutzprojekt ist Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und wird aus Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Die Kosten für das sächsische Teilprojekt werden auf 2,2 Millionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027 beziffert.