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Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität eröffnet

Bundesumweltministerin Svenja Schulze spricht in der Bundespressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa/archivbild
Bundesumweltministerin Svenja Schulze spricht in der Bundespressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa/archivbild

Das neue Nationale Monitoringzentrum zur Beobachtung der biologischen Vielfalt hat am Freitag offiziell seine Arbeit aufgenommen. Die neue Einrichtung in Leipzig soll verlässliche und langfristige Daten zum Zustand der Arten in Deutschland liefern. «Mit dem Monitoringzentrum schaffen wir jetzt ein festes Fundament, um zukünftig das gesamte Wissen zum Zustand der Arten und Lebensräume in Deutschland zusammenzuführen und zugänglich zu machen», sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Freitag. Bislang habe ein «bundesweites und repräsentatives Programm» für die Erhebung solcher Daten gefehlt.

Das neue Zentrum ist am Leipziger Standort des Bundesamts für Naturschutz (BfN) angesiedelt und wird ressortübergreifend mit Beteiligung der jeweiligen Bundesministerien für Umwelt, Agrar und Forschung gesteuert. Es werde künftig auch wichtige Erkenntnisse zu den Ursachen von Artenschwund liefern, sagte Schulze. Es sei alarmierend, dass sich derzeit «ein Drittel der 195 untersuchten Arten» in einem schlechten Zustand befinde. Um gezieltere Maßnahmen dagegen zu treffen, sei auch eine Vernetzung von unterschiedlichen Behörden - von der Wissenschaft bis zur Bundesbehörde - wichtig. Auch das werde nun mit dem neuen Zentrum möglich.

In der zweijährigen Aufbauphase des Monitoringzentrums soll unter anderem eine digitale Informations- und Vernetzungsplattform entstehen. Auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) lobte den Start des Zentrums als wichtige Grundlage für faktenbasierte Maßnahmen. Das nationale Monitoring werde künftig «belastbare Informationen» zur biologischen Vielfalt liefern und dabei helfen, «aus der Luft gegriffene Aussagen» zu widerlegen, betonte Klöckner.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH