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Leipziger Zoo: Zuchtstation gegen Feldhamster-Aussterben

Um Feldhamster vorm Aussterben zu retten, haben der Zoo Leipzig und das sächsische Umweltministerium eine Aufzuchtstation gegründet. 40 Hamster zogen seit April in die Station ein, wie der Zoo am Montag mitteilte.

«Wir haben ungefähr doppelt so viele Weibchen wie Männchen bei uns in der Station, um mit den Verpaarungen die größtmögliche Anzahl an Wildtieren und Würfen erzielen zu können», sagte Seniorkurator Ariel Jacken. Die Nagetiere kommen demnach aus freier Wildbahn aus Thüringen. Die Tiere hätten sich gut eingelebt, sagte er. Erste Paarungsversuche seien hoffnungsvoll gestartet. Damit die Hamster sich wohlfühlen, hat der Zoo ein Gehege-System mit Röhren entwickelt.

Nach Angaben des sächsischen Umweltministeriums brach «die stabile Feldhamster-Population in Mitteldeutschland» innerhalb weniger Jahre zusammen. «Der Hamster ist Teil unseres Naturerbes», sagte Staatssekretär Gerd Lippold (Grüne). Durch Folgen des Klimawandels, extreme Wetterereignisse und extreme Trockenheiten werden demnach Lebensräume der Tiere so verändert, dass das Ökosystem sich selbst nicht mehr anpassen kann. «Hier müssen wir jetzt wirklich rettend eingreifen an dieser Stelle, gewissermaßen eine Art Arche bauen für den Feldhamster», sagte Lippold.

Der Feldhamster-Bestand liegt laut Zoodirektor Jörg Junhold in Sachsen unterhalb der Nachweisgrenze. Mit ersten Auswilderungen rechne der Zoo in den kommenden Jahren.

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