Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat die ersten Ergebnisse eines neuen Forschungsprojekts zu Lebensräumen von Fledermäusen vorgestellt. In einem Wald bei Wermsdorf im Landkreis Nordsachsen sind demnach seit Mai 17 Fledermausarten nachgewiesen worden. Laut dem Fachbüro «hochfrequent», mit dem Sachsenforst dabei zusammenarbeitet, war darunter auch die bedrohte Bechsteinfledermaus. Mit Hilfe von Peilsendern und Telemetrie habe man eine Kolonie mit mindestens 41 Alttieren gefunden, sagte Biologe Marco Roßner. «Das war eine Überraschung.»
Sachsenforst, «hochfrequent» und das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) betreiben das Projekt seit Mai gemeinsam. Zum Start hat Sachsenforst 25 000 Euro investiert. Dafür wurden unter anderem hochmoderne Geräte angeschafft. Die können Ultraschallsignale hörbar machen und aufzeichnen. «Das ist gut angelegtes Geld», sagte Michael Homann, Geschäftsleiter Naturschutz im Wald bei Sachsenforst. Der Staatsbetrieb verspricht sich davon Erkenntnisse für den Waldumbau und damit für den Artenschutz.