Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert mehr Tempo beim Schutz der Natur. «Wir würden es begrüßen, wenn auch Naturschutzmaßnahmen in Schutzgebieten und anderen Naturschutzflächen beschleunigt und vereinfacht werden, um keine Zeit mehr bei der Bewältigung von Biodiversitäts- und Klimakrise zu verlieren», sagte Generalsekretär Alexander Bonde am Mittwoch bei einem Termin im Daubaner Wald (Ostsachsen). Er verwies auf langwierige Genehmigungsverfahren. Eine etwa 3200 Hektar große Fläche des Waldgebietes gehört zum Nationalen Naturerbe, das vom DBU verwaltet wird. Ein trockengelegtes Moor soll hier wieder mehr Wasser erhalten.
«Feuchtgebiete und Moore sind für den Klimaschutz von ganz erheblicher Bedeutung», betonte Bonde. 95 Prozent der Moore in Deutschland hätten keinen natürlichen Feuchtigkeitsgrad mehr. Das führe zu einer enormen CO2-Produktion, denn sie könnten nicht mehr in dem Maße Kohlendioxid speichern wie ein nasser Standort. Deshalb müssten diese Flächen wieder ausreichend mit Wasser versorgt werden, damit sie für den Arten- und Klimaschutz voll funktionsfähig werden. «Hier finden Tier- und Pflanzenarten wieder einen Lebensraum, die sonst immer nur Platz auf Roten Listen finden.»