Timo Leukefeld ist Experte für energetisches Wohnen in der Zukunft. Seit 2011 hält er eine Honorarprofessur am Lehrstuhl Solarthermie an der Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Glauchau. Professor Leukefeld war Gründer, hatte wirtschaftliche Erfolge, ging in die Insolvenz und gründete wieder. Seine Erfahrungen werden zum immateriellen Gründungskapital für alle, die es auch versuchen, mit ihrer Geschäftsidee an den Markt zu gehen.
Alles, was Sie beruflich tun, hat mit erneuerbaren Energien, modernen Technologien und dem Bewahren der Natur zu tun. Ist das ein gutes Feld für Gründer?
Prof. Timo Leukefeld: Wenn die Idee des Start-ups ein Problem der Menschen löst, ist es eine gute und wahrscheinlich erfolgreiche Idee. Die Energiewirtschaft an sich hat nach meiner Auffassung gegenwärtig kein Zukunftskonzept. Der Trend geht vom „Stoffverkauf“ zur Dienstleistung. Die Öl-, Gas – und Kohlevorräte reichen schon noch länger. Doch die Folgen ihres Abbaus und ihrer Verbrennung sind dramatisch. Wir sollten erneuerbare Energien ausbauen und die Vorräte für andere Industriezweige als Rohstoffe aufheben. Baustoffe oder chemische Verbindungen brauchen fossile Rohstoffe. Sie können zurzeit nicht ohne sie hergestellt werden. Mit Sonnenenergie kann man keine Straße teeren aber Häuser heizen. Solarstrom wird im Jahre 2030 etwa noch einen Cent pro Kilowattstunde kosten. Wenn sich Gründer auf diesem Gebiet tummeln, brauchen sie eine extrem pfiffige Idee, die uns hilft, die Probleme der Energiewende zu lösen.