Endlich wieder das Trikot überstreifen, mit der Mannschaft ins Stadion einlaufen und dort gegen den Ball treten. Der Traum vom Comeback wird für Fabian Kalig zum Geduldsspiel. «Ich habe relativ schnell gemerkt, dass es bei dieser Verletzung keinen verlässlichen Zeitplan gibt. Sollte ich wieder vollständig gesund werden und Leistungssport betreiben können, ist der Plan im Nachhinein aufgegangen», sagt der Abwehrspieler von Zweitligist FC Erzgebirge Aue demütig.
Ein Rückblick: Am 18. Oktober 2019 gewinnen die «Veilchen» mit 4:3 gegen den 1. FC Nürnberg. Kalig spielt über die volle Distanz und feiert nach dem Schlusspfiff mit den Teamkollegen den denkwürdigen Sieg. Wenige Tage später wacht der Verteidiger mit einem stark geschwollenen Knie auf. Kurz darauf folgt die niederschmetternde Diagnose: Komplizierter Knorpelschaden.
«Nachdem mir der Arzt anhand der MRT-Bilder erklärt hat, wie es in meinem Knie aussieht, hat er mich nochmal zum Röntgen geschickt. In dieser einen Stunde ging mir viel durch den Kopf - auch ein mögliches Karriereende», erzählt der 27-Jährige. «Aber der Arzt hat mir anschließend relativ schnell ein gutes Gefühl gegeben und mir positive Aussichten gestellt. Ab diesem Moment war ich wieder optimistisch. Das hält bis jetzt zum Glück an.»