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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Kaiserwetter, Herzenswünsche, Jubiläumsgäste

Geht doch. Petrus hat zum 20. Oberelbe-Marathon sein schönstes Lächeln parat und die Läufer haben ihr Bestes gegeben. Zwar verfehlte der Dresdner Marc Schulz seinen Rekordversuch zur Jubiläumsausgabe, jedoch siegte er souverän mit 2:25:58.

Vier Minuten später kam mit genau 2:29:34 der Berliner Niels Bubelüber die Ziellinie und den dritten Platz erreichte bei den Männern mit 2:45:32 Marc Diehl vom DVAG Marathon Team. Bob-Weltmeister Francesco Friedrich aus Pirna gratulierte den Besten der Männer und Frauen. Obschon er selbst vom langen Laufen gar nichts hält. Bob-Fahrer brauchen die Sprints und seit vier Wochen sind er und sein Team schon wieder im Training, damit im Februar alles läuft.

Zwei Frauen aus Bayern eroberten sich die Plätze 1 und 2 der Damenkonkurrenz des OEM. Stefanie Lindholz aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn siegte in 3:12:12 vor ihrer Teamkameradin Tanja Büttner. Sie erreichte in 3:13:11 das Heinz-Steyer-Stadion. Nolle Keßler vom Dresdner Globetrotter-Team hatte zur Halbdistanz in Pirna noch mit 1:34:10 geführt, kam dann in Dresden noch auf einen hervorragenden 3.Platz in 3:13:48. Vielleicht war sie doch etwas zu schnell gestartet. Am Schluss strahlen alle. Die ganz Schnellen über ihre Glückwünsche und Siegerprämien, die Premieren-Läufer darüber, dass sie es geschafft haben, die Angehörigen und Freunde, dass ihr Lieben gesund durchgekommen sind.Im Starterfeld auch einige Sportler, die schon mit der Laufszene-Sachsen vor einer Woche in London zum Marathon waren und sich heute gleich noch einmal auf der Halbdistanz auspowern wollten.

Über 6.000 Sportler hatten gemeldet. Rund 1.200 davon in der Königsdistanz. Und wo waren die Jubiläumsgäste?

Soweit so schön. Doch wo waren die Jubiläumsgäste? Die Läuferstadt Dresden glänzt mal wieder mit einem Flüstermarathon. Klar, die Bands und Trommler machen Stimmung an exponierter Stelle. Doch wenn’s schwer wird, hilft keiner. Während sich in der ganzen Welt die Zuschauer in Dreier- und Vierrerreihen an den Straßen drängeln, Süßigkeiten, Küchenkrepp, Bananen und Orangen reichen, ungefragt und aus freien Stücken, passiert es in Dresden, dass sich die Läufer beim Jubler bedanken. Ich bin gerührt, durcheinander und ratlos, warum es hier keine … interessiert, ob sich auf der Strecke Menschen wie Du und ich anstrengen. Ich habe drei Kilometer vor Ziel ein Schild hochgehalten und die Leute angefeuert. Auf dem Weg ins Stadion und im Stadion haben sich mindestens zehn Läufer bei mir bedankt. „Danke für das Schild. Es hat wirklich geholfen.“Ja, gerne. Ich weiß, dass es hilft. Ich liebe das Jubeln, das Dabeisein. Ich freue mich immer, wenn mich Leute anfeuern. Wir kennen uns nicht und es ist auch gar nicht wichtig. Wichtig ist, wir sind für Sekunden zusammen. Das gibt Kraft. Wer lächelt, leidet nicht, schafft die Distanz mit Freude und bleibt gesund. 

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