Viereinhalb Wochen lang haben sich die Spieler von Eintracht Frankfurt stolz die Tabelle anschauen können. Platz vier mit 29 Punkten - der Beinahe-Absteiger der Vorsaison überwinterte in der Fußball-Bundesliga auf einem Champions-League-Platz. Herausfordernder könnte die Rückkehr in den Liga-Alltag nun aber kaum sein: Am Samstag (18.30 Uhr/Sky) spielt die Eintracht beim Tabellenzweiten RB Leipzig. Eine Woche später wartet mit dem FC Schalke 04 gleich der nächste schwere Auswärtsgegner.
«Was vorbei ist, ist vorbei. Wir müssen uns wieder völlig neu beweisen», sagte Frankfurts Trainer Niko Kovac am Freitag. Nach einer mehrwöchigen Pause sei es nie ganz leicht, «wieder in den Rhythmus zu kommen. Und dann haben wir von den ersten fünf Spielen im neuen Jahr auch noch vier Auswärtsspiele.»
Die große Frage ist, was der überraschende Erfolg der ersten Saisonhälfte bei den Frankfurter Spielern ausgelöst hat? Selbstzufriedenheit? Demut? Oder sogar Hunger auf noch mehr? Kovac bezog dazu bei der Pressekonferenz am Freitag eindeutig Stellung: «Die Arbeitseinstellung und die Arbeitsmentalität meiner Mannschaft sind auf einem sehr hohen Niveau», sagte er. «Ich sehe keinen Anlass, zu glauben, dass irgendjemand etwas hat schleifen lassen. Es war in der Vorbereitung niemand da, der sich hängengelassen hat. Alle haben von der ersten bis zur letzten Minute mitgezogen.»