loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Zahl der Empfänger von Grundsicherung in Sachsen gestiegen

Sabine Zimmermann (Die Linke) spricht im Bundestag. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild
Sabine Zimmermann (Die Linke) spricht im Bundestag. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild

Fast 31.000 Menschen waren Ende März 2021 auf Grundsicherung im Alter und bei einer Erwerbsminderung angewiesen. Das sind 485 mehr als im März des Vorjahres und über 1200 mehr als im März 2017, teilte die Zwickauer Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) mit. Im Juni 2020 hatte der Wert sogar bei 31.170 gelegen. Zimmermann, im Bundestag Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hatte Daten des Statistischen Landesamtes in Sachsen ausgewertet.

«Es ist erschreckend, wie viele Menschen mit ihrer Rente nicht über die Runden kommen und Sozialhilfe beziehen müssen. Dabei dürfte die Dunkelziffer noch viel höher sein, denn viele beantragen die Leistungen gar nicht, obwohl sie ihnen zustehen - teils aus Überforderung, teils aus Scham», sagte die Sozialpolitikerin. Das gelte ganz besonders für diejenigen, die zum ersten Mal mit der Sozialhilfe in Berührung kämen.

«Corona hat die Lage für arme Seniorinnen und Senioren nochmals verschärft, und es kommt noch schlimmer. Denn Renten-Nullrunden bei hoher Inflationsrate sind faktisch Rentenkürzungen. Eine kleine Rente reicht dann noch weniger zum Leben», betonte Zimmermann. Dabei sei die Pandemie für ältere Menschen ohnehin schon mit enormen Einschränkungen und Mehrausgaben verbunden, zum Beispiel für Masken und Desinfektionsmittel.

Zimmermann zufolge gilt dasselbe für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, zu denen Erwerbsgeminderte gehören: «Auch sie werden infolge der Nullrunden noch häufiger auf die Grundsicherung angewiesen sein.» Die Linke fordere statt Nullrunden außerordentliche Rentenerhöhungen, bis das Rentenniveau des Jahres 2000 wieder erreicht ist: «Außerdem brauche es eine solidarische Mindestrente von 1200 Euro.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Tags:
  • Teilen: