In Sachsen steht nach dem Beschluss des Doppelhaushaltes im Juni deutlich mehr Geld für Kriminalitätsprävention, Gewaltschutz und Opferberatung bereit. In diesem und im nächsten Jahr sind rund 29 Millionen Euro für Maßnahmen des Gewaltschutzes eingeplant, teilte die Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag mit.
Die Partei habe in den Haushaltsverhandlungen erreicht, dass diese Mittel weiter steigen. Wie aus den angenommenen Änderungsanträgen der Grünen-Fraktion im Haushalts- und Finanzausschuss in den Haushaltsverhandlungen hervorgeht, stehen über mehrere Bereiche hinweg rund 3,95 Millionen Euro mehr zur Verfügung als im ursprünglichen Regierungsentwurf. Von den zusätzlichen Mitteln profitieren die Kriminalitätsprävention, die kriminologische Forschung, Träger und Projekte des Gewaltschutzes, die Täterberatung sowie Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
In Sachsens Großstädten kommt das Geld etwa Einrichtungen wie dem Schutzhaus für geflüchtete Frauen in Leipzig, dem Gewaltschutzzentrum Dresden und der Täterberatungsstelle Handschlag des Caritasverbandes Chemnitz zugute, heißt es in einer Mitteilung der Grünen-Landtagsfraktion.