Die Linken kämpfen auch nach einer verlorenen Abstimmung im Landtag weiter für ein Ende der Energiesperren für sächsische Haushalte. «Lediglich die Grünen-Fraktion unterstützte unseren Antrag. Die anderen Fraktionen haben offensichtlich kein Problembewusstsein oder wollen damit leben, dass Energiesperren die Lage der Betroffenen weiter verschlimmern», sagte Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper der Deutschen Presse-Agentur. Diese Menschen brauchten Hilfe. Am besten wäre es, wenn alle ihre Rechnungen gleich zahlen könnten.
Die Linksfraktion hatte mit einem Antrag im Landtag gefordert, Strom- und Gassperren zu verbieten und Energie-Notlagen vorzubeugen. «In unserem reichen Land müssen Menschen viele Tage ohne Strom leben – also ohne elektrisches Licht, und das Handy ist schnell leer», sagte Schaper und verwies auf weitere Schwierigkeiten Betroffener.
«Körperpflege muss ohne Föhn oder Rasierer auskommen. Saubere Wäsche wird rar, wenn die Waschmaschine Zwangspause hat. Der Kühlschrank ist aus, Lebensmittel und Medikamente verderben. Warmes Essen ist nicht in Sicht, weil Mikrowelle und Herd kalt bleiben. Nach Sonnenuntergang hilft nur noch Kerzenlicht.» Maulwürfe würden sich in ihrem Bau auch im Dunkeln zurechtfinden, Menschen aber nicht.