Modulares Bauen wird häufig als das Bauen der Zukunft bezeichnet. Während viele Skeptiker noch von seelenlosen Standardbauten ausgehen, hat diese Art des Bauens allerdings viel mehr zu bieten. Was man unter Modulbauten überhaupt versteht und welche Vorteile sich daraus ergeben, behandelt dieser Artikel.
Was ist modulares Bauen?
Der Modulbau ist keineswegs mit dem Fertigteilbau zu verwechseln. Während beim Fertigteilbau einzelne Strukturelemente, wie beispielsweise ein Boden, eine Decke oder eine Wand, vorgefertigt werden, werden beim Modulbau ganze Raumeinheiten fertiggestellt. Diese werden in einem Stück auf die Baustelle transportiert und verfügen bereits über eine Verrohrung, Elektroinstallationen und auch über eine Dämmung.
Modular hergestellte Gebäude müssen denselben Bauvorschriften und -standards wie vor Ort errichtet Gebäude entsprechen und sind daher nach der Fertigstellung nicht voneinander zu unterscheiden – weder von der Optik noch von der Funktionalität oder der Qualität. Das Vorurteil, dass es sich beim modularen Bauen lediglich um starre und unpersönliche Bausysteme handelt, hat sich zwar lange gehalten, kann aber ganz klar widerlegt werden. Die Gestaltung der Fassaden, der Innenausbau sowie die Aufteilung der einzelnen Räume lassen sich individuell anpassen. Es handelt sich bei Modulbauten daher nicht um lieblose Objekte, sondern um genauso schöne Lebensräume, wie die, welche mithilfe vom konventionellen Bau geschaffen werden.