Im Jahr 2025 ist für alle gesetzlich Versicherten, die dem nicht widersprochen haben, eine elektronische Patientenakte (ePA) eingerichtet worden.
Sie gilt als Herzstück der Digitalisierung im Gesundheitswesen und soll die medizinische Versorgung moderner und effizienter machen. Bisher wird die ePA jedoch kaum genutzt. So haben beispielsweise bei den elf deutschen AOK’s mit über 25 Mio. eingerichteten ePA’s nur gut 200.000 Versicherte eine Gesundheits-ID als Zugangsvoraussetzung angelegt.
Die Idee hinter der ePA ist einfach: Statt medizinische Informationen über verschiedene Arztpraxen, Kliniken und Papierakten zu verteilen, sollen alle relevanten Daten an einem digitalen Ort gebündelt werden. Ob Laborbefunde, Befundberichte bildgebender Diagnostik, Arztbriefe oder Medikationspläne, künftig sollen behandelnde Ärzte mit Zustimmung der Patienten direkt darauf zugreifen können. Das erleichtert nicht nur die Diagnose und Therapie, sondern kann im Notfall sogar lebensrettend sein, wenn Informationen sofort zur Verfügung stehen. Zusätzlich und quasi freiwillig können Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Pflegedaten, Reha-Maßnahmen und Angaben zur Organspende hinterlegt werden.