loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Sachsens Christen feiern Pfingsten

Für Christen steht Pfingsten in einer Reihe mit Ostern und Weihnachten. Die Corona-Pandemie aber zwingt erneut zur Beschränkung bei der Feier zum Geburtstag der Kirche. Mancherorts geht auch wieder mehr.

Zum zweiten Mal können Christen in Sachsen wegen der Corona-Pandemie Pfingsten nicht wie sonst üblich begehen. Im Unterschied zu 2020 gibt es immerhin je nach Region mehr Freiheiten, wenn es das Infektionsgeschehen erlaubt. «Gottesdienste können wie auch schon zu Ostern ganz normal stattfinden», sagt die Sprecherin der evangelischen Landeskirche, Tabea Köbsch. Kirchgemeinden überall planten sie auch in Präsenz unter den geltenden Hygieneregeln, die Online-Angebote seien «überschaubar».

An Pfingsten feiern Christen den Heiligen Geist, der alle Gläubigen weltweit erfüllt und verbindet. Das Fest gilt auch als «Geburtstag der Kirche» und ist das dritte große Fest im Kirchenjahr, nach Weihnachten und Ostern.

Örtlich gibt es dabei auch mehr Freiheiten. So sind unter einer Wocheninzidenz von 200 reduzierter Gemeindegesang möglich, unter 50 ist die Begrenzung der Gottesdienstdauer aufgehoben. Posaunenchöre dürfen als Quartett blasen und die Gemeinde singen, aber mit Maske. «Mund-Nasen-Schutz ist vor, während und nach dem Gottesdienst ist Pflicht», sagt Köbsch. Aber das Abendmahl kann wie üblich praktiziert werden, bei Beachtung der Hygieneregeln.

Anders als 2020 sind Pfingsten auch Konfirmationen möglich, der Zeitraum dafür wurde verlängert. Teilweise werden die Zeremonien aufgeteilt, damit alle Angehörigen dabei sein können. So gibt es in Olbernhau am Pfingstsonntag vier Konfirmationsgottesdienste - zwei vor- und zwei nachmittags.

Und Kirchgemeinden planen Freiluftgottesdienste, «in der Hoffnung, dass das Wetter besser ist als zu Himmelfahrt», sagt Köbsch. Traditionell gibt es Gottesdienste im Pfarrgarten, auf dem Berg, im Wald, auf der Picknickdecke oder Märchenwiese - und Landesbischof Tobias Bilz predigt im Kantatengottesdienst im Meißner Dom.

Auch in allen 36 Pfarr- sowie weiteren Kirchen des Bistums Dresden-Meissen gibt es Festgottesdienste. Bischof Heinrich Timmerevers wird im Bautzener Dom Kinder firmen und in Annaberg-Buchholz feiern, in der größeren evangelischen St. Martin-Kirche dank «ökumenischer Gastfreundschaft», wie Bistumssprecher Michael Baudisch sagt.

Daneben gibt es digitale Angebote aus Leipzig, Auerbach im Vogtland, Chemnitz, Crimmitschau oder Dresden. MDR Kultur überträgt eine Heilige Messe. In großen Kirchen und bei guter Lüftung könne die Gemeinde in begrenztem Umfang auch wieder singen, sagt Baudisch. Über Prozessionen im Freien mit Hygienekonzept werde mit den jeweiligen kommunalen Behörden entschieden. «Alle Gemeindemitglieder sind weiter dazu aufgerufen, verantwortungsbewusst und regelmäßig von Testmöglichkeiten Gebrauch zu machen.» Und das Ordinariat «ermutigt» zum Impfen und zur digitalen Kontaktverfolgung über Corona-Warn-Apps.

Im Bistum Görlitz ändert sich nichts. «Gottesdienste finden bei uns ja schon lange wieder mit zahlenmäßiger Beschränkung, Abstand, Hygiene-Regeln und ohne Gesang statt», sagt ein Sprecher. Für Musik sorge eine Schola mit instrumentaler Begleitung. Bisher sei von einer Ansteckung nichts bekannt. «Und es wird gelüftet», sagte er. «Aber kein Durchzug, sonst gehen die Kerzen aus.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH