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Katholiken und Lutheraner: Gemeinsames Abendmahl

Papst Franziskus und die evangelisch-lutherische Kirche haben angekündigt, das ökumenische Ziel eines gemeinsamen Abendmahles auch nach dem Ende der Feierlichkeiten zum 500. Reformationstag weiterzuverfolgen. «Für die Zukunft verpflichten wir uns, [...] unseren gemeinsamen Weg zur größeren Einheit fortzusetzen», erklärten der von Rom eingesetzte Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen sowie der Lutherische Weltbund (LWB) am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme. Vorgabe bleibe daher, «unser Verständnis von Kirche, Eucharistie und Amt im Bemühen um einen wesentlichen Konsens mit dem Ziel der Überwindung der zwischen uns verbleibenden Differenzen» zu prüfen.

Viele Christen sehnten sich danach, «die Eucharistie an einem Tisch zu empfangen als konkreten Ausdruck der vollen Einheit», wurden Franziskus und der frühere LWB-Präsident Munib A. Younan zitiert. Im LWB haben sich nach eigenen Angaben 145 Kirchen aus 98 Ländern zusammengeschlossen.

Zu Beginn des Reformationsjahres am 31. Oktober 2016 hatte der Papst im schwedischen Lund erstmals mit lutherischen Geistlichen am Altar gestanden, um in einem Gottesdienst der Reformation zu gedenken. Franziskus hatte diesen Schritt als Beginn «auf dem Weg der Versöhnung» bezeichnet.

Das Reformationsjahr habe für beide Seiten «eine neue Sicht» auf die Trennung der Kirchen im 16. Jahrhundert ermöglicht, hieß es nun in der Stellungnahme. «Es ist aufs Neue deutlich geworden, dass das, was uns eint, sehr viel mehr ist als das, was uns noch trennt.» Der Blick auf die Vergangenheit könne ein «Impuls zur wachsenden Gemeinschaft und ein Zeichen der Hoffnung für die Welt im Sinne der Überwindung von Spaltung und Zersplitterung» sein.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Michael Reichel