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SPD-Politiker widerspricht Kombilohn-Modell

09.01.2017 von

In Sachsens schwarz-roter Koalition ist man uneins über staatliche Lohnzuschüsse für Flüchtlinge. CDU-Fraktionschef Frank Kupfer hatte einen entsprechenden «Kombilohn» Ende Dezember vorgeschlagen. Unternehmer, die einen Flüchtling einstellen und damit eine Integrationsleistung erbringen, müssten entlastet werden, argumentierte er. Der SPD-Landtagsabgeordnete Henning Homann widersprach am Montag. Ein Kombilohn für Geflüchtete würde die Arbeitslöhne für den Arbeitgeber deutlich günstiger machen als die für alle anderen Arbeitnehmer. Das würde zu Recht für Ärger sorgen: «Die SPD wird nicht zulassen, dass Geflüchtete und Arbeitnehmer, die einen Mindestlohn erhalten, gegeneinander ausgespielt werden.»

Homann zufolge sollen Geflüchtete, die auf Dauer in Sachsen bleiben können, von ihrer eigenen Arbeit leben können: «Wir brauchen keine Ausweitung des Niedriglohnsektors, sondern mehr gute Arbeit.» Die SPD lehne Ausnahmen für Flüchtlinge ab. Die «Leipziger Volkszeitung» hatte am Montag über Reaktionen auf Kupfers Vorschlag zum Kombilohn berichtet. Demnach erhielt er den meisten Zuspruch von Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner. Der Deutsche Gewerkschaftsbund lehnte den Vorstoß dagegen grundsätzlich ab.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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