Mitarbeiter sächsischer Theater und Orchester nehmen die geplanten finanziellen Kürzungen für die Kultur im Freistaat nicht geräuschlos hin. Zugleich fordern sie eine Gleichbehandlung mit ihren Kollegen in den Staatstheatern. Parallel zur Landtagssitzung versammelten sich vor dem Parlament gut 200 Kulturschaffende. Musiker aus verschiedenen Häusern formierten ein gemeinsames Orchester und spielten unter anderem Auszüge aus Verdis «Triumphmarsch» und das «Steigerlied».
Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) gestand, dass sie Gänsehaut habe und es ihr schwerfalle, mit den Betroffenen über Kürzungen zu sprechen. Sie habe in ihrer Amtszeit einen Haushalt mit solchen Einschnitten auch noch nicht erlebt. Die Regierung habe Prioritäten setzen müssen und deshalb beim Kulturraumgesetz Mittel in gleicher Höhe wie im Vorjahr angesetzt. Es sei ihr aber nicht gelungen, wie 2023 und 2024 zusätzlich etwas draufzulegen. Dazu hätten schlichtweg die Mittel gefehlt.