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Förderprogramm soll Behinderte in Arbeit bringen

21.03.2017 von

Mit einem 1,5 Millionen Euro schweren Förderprogramm will die Staatsregierung mehr Behinderte in Sachsen in Ausbildung und Arbeit bringen. Eine entsprechende Förderrichtlinie wurde am Dienstag vom Kabinett beschlossen. Bei der Fortführung des im vergangenen Jahr begonnenen Programms gehe es vor allem um Anreize für die Privatwirtschaft, Menschen mit Behinderungen ins Arbeitsleben zu integrieren, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Dabei gelte es, «Barrieren in den Köpfen» abzubauen. «Menschen mit Behinderungen sind wertvolle Fachkräfte.» Dieses Potenzial müsse genutzt werden.

Angesichts einer Quote von nur 3,3 Prozent im Privatsektor «arbeiten in unseren Unternehmen immer noch zu wenig Menschen mit Behinderung», sagte Klepsch. Im öffentlichen Sektor betrage die Quote 6,8 Prozent.

Von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt profitierten Behinderte kaum. Zwar sei die Zahl der behinderten Arbeitslosen seit 2009 um gut 1400 auf 9411 in 2016 zurückgegangen. Allerdings habe sich ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosenzahl in diesem Zeitraum von 3,9 auf 5,7 Prozent erhöht.

Mit dem Programm «Wir machen das! - Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung» werden pro Jahr 75 Ausbildungs- und 225 Arbeitsplätze mit bis zu 5000 Euro gefördert. «Menschen mit Behinderungen werden in Unternehmen zeigen, was sie können», gab sich Klepsch überzeugt.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Jan Woitas

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