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Digitale Offensive in Sachsen: 436,5 Millionen Euro geplant

Das Ende eines Bündels Glasfaserkabel. / Foto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Das Ende eines Bündels Glasfaserkabel. / Foto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Sachsen will mit erheblichem finanziellem Aufwand in die digitale Offensive gehen. Eine entsprechende Richtlinie wurde am Dienstag vom Kabinett verabschiedet. «Wir kalkulieren für dieses Förderprogramm derzeit einen Betrag von rund 436,5 Millionen Euro zur Kofinanzierung der Erschließung von über 120.000 Haushalten», sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) nach der Kabinettssitzung.

Mit der neuen Richtlinie sind alle Anschlüsse förderfähig, denen im Download weniger als 100 Mbit pro Sekunde zuverlässig zur Verfügung stehen (Graue Flecken). Im bisherigen Förderprogramm (Weiße Flecken) lag die sogenannte Aufgreifschwelle bei 30 Mbit pro Sekunde. Das jetzige Programm bleibt auf das Jahr 2022 beschränkt. Noch bis Jahresende können Anträge eingereicht werden. Der Bund hat noch nicht entschieden, zu welchen Konditionen die Förderung ab 2023 läuft.

Dulig sprach von einem guten Tag vor allem für den ländlichen Raum. «Denn gerade hier hat der Glasfaserausbau noch am meisten Nachholbedarf.» Bisher habe Sachsen schon rund 800 Millionen Euro zur Kofinanzierung von Bundesmitteln bereitgestellt. Mit der schon erfolgten Förderung würden am Ende rund 330.000 Anschlüsse in bislang unterversorgten Regionen geschaffen. Der Minister wollte sich aber nicht festlegen, wann alle diese Anschlüsse fertig sind. Die aktuelle politische Entwicklung verzögere Bauvorhaben, sagte er.

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