Inmitten der geopolitischen Spannungen rund um Grönland hat sich der tschechische Regierungschef Andrej Babis ein ungewöhnliches Anschauungsobjekt zugelegt. "Ich habe mir einen Globus für 15.000 Kronen gekauft, um genau zu wissen, wo Grönland liegt", erklärte er vor Journalisten. Umgerechnet sind dies mehr als 600 Euro und der Kauf hat in den sozialen Medien für erhebliche Reaktionen gesorgt. Das teilten mehrere Agenturen mit.
Der 71-Jährige erntete viel Häme, nachdem ein Internet-Nutzer bemerkt hatte: "Er verfügt nicht einmal über Grundkenntnisse aus der Schule." Daraufhin lieferte Babis in einem selbstironischen Erklärvideo nach: "Manche lachen mich aus, weil sie ein anderes Gehirn haben als ich." In dem Video erklärte er, dass auf einer herkömmlichen Weltkarte Grönland größer erscheine, als es tatsächlich sei. Erst der Globus ermögliche ein echtes Verständnis für das Flächenverhältnis zwischen Grönland, den USA und Europa. Gleichzeitig verdeutlicht er bildhaft, wie nah Russland an Grönland liegt und dass russische Raketen über den Nordpol nach Nordamerika fliegen könnten.
Angesichts der Drohkulisse der USA in Bezug auf Grönland äußerte sich Babis jedoch eher diplomatisch. Der Fan des US-Präsidenten Donald Trump stellte klar, dass Grönland "selbstverständlich" zum dänischen Königreich gehöre. Gleichzeitig forderte er Dänemark und die USA auf, diplomatische Verhandlungen zur Lösung der Situation zu führen. "Ich hoffe, dass es gut ausgeht und sich die Verbündeten einigen", sagte Babis und zeigt damit sein augenscheinliches Interesse an einer friedlichen Lösung der Spannungen.