Der Sohn des Bürgermeisters von Chřibská im Kreis Děčín, Jan Machač, hatte ein schrechkliches Erlebnis als er am Montag am Gemeindeamt ankam. Er traf ein, als der Angreifer bereits im Gebäude war und das Polizeiteam gerade eintraf. „Die Streife stürmte sofort hinein, deshalb wollte ich mitgehen, aber sie hielten mich zurück – ich hätte dort nichts zu suchen“, sagte Machač gegenüber CNN Prima NEWS.
Nach dieser erschütternden Erfahrung wartete Machač nervös vor dem Gebäude und hörte die Schüsse. Als er schließlich seinen Vater sah, der verletzt, aber lebend, aus dem Gebäude kam, fiel ihm eine unbeschreibliche Last von den Schultern. Der Vorfall forderte insgesamt zwei Todesopfer, wobei sechs weitere Personen verletzt wurden.
„Ich war der Einzige, der in diesem Moment dort ankam. Ein Bekannter, der Polizist ist, rief mich an und sagte, es werde im Amt geschossen, und fragte, ob ich wüsste, wo mein Vater sei“, schilderte Machač. Auch eine Journalistin war vor Ort, die ein Interview mit Machačs Vater führen wollte, jedoch auf den Angreifer traf, der sie bedrohte, falls sie nicht sofort verschwinde. Nach Abschluss des Polizeieinsatzes kam Machačs Vater, der mit einer Schussverletzung am Bein und vermutlich auch einer Kugel in der Schulter humpelte, allein zum Rettungswagen und wurde ins Krankenhaus nach Děčín gebracht. Etwa drei Stunden nach dem Vorfall äußerte sich Innenminister Lubomír Metnar (ANO) auf einer Pressekonferenz.