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Umfassende Renovierung der Prager Invalidovna

Das Nationale Denkmalamt hat eine öffentliche Ausschreibung für die Sanierung der Invalidovna im Prager Stadtteil Karlín gestartet. Foto: Invalidovna | Národní památkový ústav
Das Nationale Denkmalamt hat eine öffentliche Ausschreibung für die Sanierung der Invalidovna im Prager Stadtteil Karlín gestartet. Foto: Invalidovna | Národní památkový ústav

Die Prager Invalidovna wird für etwa zwei Milliarden Kronen renoviert – die größte Investition in der Geschichte des Nationalen Denkmalamts.

Die Prager Invalidovna wird umfassend renoviert. Das Nationale Denkmalamt (NPÚ) hat eine öffentliche Ausschreibung für die größte Investition in seiner Geschichte gestartet. Mit rund zwei Milliarden Kronen soll der historische Barockkomplex saniert werden, während gleichzeitig ein moderner Neubau und eine vollständige Revitalisierung der Gartenanlagen geplant sind.

Die Bauarbeiten sollen rund drei Jahre dauern, mit einer Wiedereröffnung für den Jahreswechsel 2029/2030. NPÚ-Generaldirektorin Naďa Goryczková sagte: „Die Erneuerung der Prager Invalidovna ist auch für uns ein außergewöhnliches Ereignis. Sie gibt diesem einzigartigen barocken Denkmal seine bedeutende Rolle im Stadtleben zurück und schafft zugleich in Karlín ein neues kulturelles und gesellschaftliches Zentrum.“.

Im historischen Gebäude werden zwei Dauerausstellungen zur Geschichte der Invalidovna sowie weiteren vom NPÚ betreuten Denkmälern eingerichtet. Zudem sind ein multifunktionaler Saal für bis zu 170 Personen, eine Galerie für Wechselausstellungen, zwei Besucherzentren, ein Café und weitere Ausstellungsräume vorgesehen.

Ein Teil des Projekts umfasst einen modernen Neubau für den Prager Philharmonischen Chor mit Probenräumen und modernen Technologien, die in Tschechien bislang nicht verfügbar sind. Der Innenhof und die Gartenanlagen der Invalidovna werden während der Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sein und in den umliegenden Park integriert werden.

Die Invalidovna, errichtet nach Plänen des Architekten Kilián Ignác Dientzenhofer, zählt zu den bedeutendsten Beispielen barocker Architektur in Tschechien und hat seit 2017 den höchsten Schutzstatus. Ursprünglich für bis zu 4.000 Kriegsinvaliden und deren Familien konzipiert, wird das Areal, welches sich seit 2018 in der Verwaltung des NPÚ befindet, nun umfassend renoviert.

Vor Beginn der Bauarbeiten wird das Nationale Denkmalamt eine letzte öffentliche Besichtigung ermöglichen, damit die Besucher den aktuellen Zustand der Invalidovna kennenlernen können.