Der tschechische Präsident Petr Pavel hat kürzlich vorgeschlagen, vier gebrauchte Kampfjets der tschechischen Luftstreitkräfte an die Ukraine zu verkaufen. Obwohl er nicht explizit die L-159 nannte, wurde allgemein davon ausgegangen, dass es sich um dieses Modell handelte. Das teilte die Flug-Revue mit. In Kiew sieht man in dem leichten Fighter ein großes Potenzial, um als Drohnenjäger gegen die massenhaft aus Russland einfliegenden Kamikazedrohnen eingesetzt zu werden.
Bisher greift die Ukraine zur Abwehr dieser Drohnenprimär auf Hubschrauber wie die Mi-24 und die Mi-8, sowie modifizierte Propellerflugzeuge zurück. Angesichts der bedrohlichen Lage und der zunehmenden Herausforderungen durch die Luftangriffe wird ein Bedarf an effizienteren Systemen immer dringlicher. Die L-159 könnten eine wertvolle Ergänzung zur bestehenden Verteidigung der Ukraine darstellen. Tatsächlich haben ukrainische Piloten bereits in der Vergangenheit Interesse an der L-159 signalisiert. Doch der seit Dezember 2025 amtierenden Premier Andrej Babiš hat dazu eine andere Haltung. Babiš erklärte, die Kampfjets würden nicht in die Ukraine transferiert werden. Sein Kabinett hatte eigens eine Sondersitzung einberufen, um über diese Möglichkeit zu debattieren.