Die Beneš-Villa in Sezimovo Ústí geht offiziell in den Besitz des Hussitischen Museums in Tábor über. Damit erfüllt sich nach über 50 Jahren der letzter Wille der ehemaligen Bewohnerin Hana Benešová, die in ihrem Testament festlegte, dass die Villa dem Museum dienen soll. Die Übergabe markiert einen bedeutenden Moment in der Geschichte des Anwesens, das von dem späteren tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Beneš in den 1930er Jahren erbaut wurde. Das meldet Radio.CZ.
Dankbark für diese Entscheidung sei nicht nur beim Museum, sondern auch Historikern und Bürger, die die kulturelle Bedeutung der Villa erkennen. Hana Benešová, die im November 1973 ihr Testament verfasste, wollte, dass die Erinnerung an ihren Mann und dessen Wirken für die Tschechoslowakei in dieser Villa bewahrt wird. Doch nach ihrem Tod im Dezember 1974 kam es zu einem unerwarteten Umschwung. Der damalige Träger des Museums, der Bezirkstag in Tábor, überschrieb das Gebäude dem tschechoslowakischen Regierungsamt. Von da an wurde die Villa als Erholungsressort für hochrangige kommunistische Politiker genutzt. Diese Nutzung widersprach den Wünschen der Erblasserin und führte zu einer Entwicklung, die viele Zeitzeugen als tragisch empfanden.