Der Ballon wird mit Helium befüllt, steigt auf in den Himmel, fliegt - hoffentlich - in die vorausberechnete Richtung und lässt dann vielleicht 2.000 Flugblätter über das Abwurfziel regnen. Das ist Kommunikation, wenn gar nichts mehr geht. Eine Einsatzkompanie aus dem Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr aus Rheinland-Pfalz übte auf dem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz die Kommunikation in Krieg und Krise. Das teilte die Bundeswehr mit. Beteiligt waren rund 100 Soldaten.
„Diese Form der Informationsübermittlung ist keineswegs neu, aber nach wie vor sehr effizient“, so Kompaniechef Florian. Flugblätter haben eine lange Tradition im Militär. Um sicherzustellen, dass die Ballons ihr Ziel erreichen, kommen aufwändige Messverfahren zu den Wind- und Witterungsverhältnissen zum Einsatz. Diese Verfahren ermöglichen es der Truppe, genau zu berechnen, wo die Ballons gestartet werden müssen, um ihre Last über dem Zielgebiet abzuwerfen. Das sorgt für einen Wettlauf gegen die Uhr, da sich die Windrichtungen innerhalb von Minuten ändern können.
Die Übung trägt wesentlich zur Festigung der Fähigkeiten der Soldaten bei und stärkt die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Am Ende der Übung sind über 70 Heliumballons in den sächsischen Himmel aufgestiegen. Die Flugblätter sind übrigens aus umweltfreundlichem Papier.