Weiter Wirbel um den MDR-Rundfunkrat. Möglicherweise sitzen zwei Regierungsvertreter zu viel in dem 50-köpfigen Gremium, wie der Verein Ständige Publikumskonferenz e.V. feststellte. Die juristische Prüfung dieses Hinweises an die sächsische und thüringische Staatskanzlei läuft noch. Durch die zwischenzeitliche Beförderung der Landtagsabgeordneten Dirk Panter (SPD, Sachsen) und Maio Voigt (CDU, Thüringen) zum Minister bzw. zum Ministerpräsidenten könnte die Seite der Regierung zu stark vertreten sein. Zwar sehen das die betroffenen Staatskanzleien komplett anders, doch eine rechtliche Prüfung haben sie dennoch veranlasst. Dazu wird jetzt noch das dritte Bundesland, Sachsen-Anhalt, einbezogen.
Inzwischen macht die Ständige Publikumskonferenz einen konstruktiven Vorschlag. Da eine Nachwahl als Ersatz für die Mitglieder Panter und Voigt schwierig werden würde, denn sowohl in Sachsen als auch vor allem in Thüringen wird eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag ohne die AfD nicht mehr geben. Damit ist die Nachwahl für SPD und CDU nicht sicher. Der Verein schlägt deshalb künftig die Installation von Nachrückern vor.