Jetzt wird gegraben. Am Montag haben die archäologischen Grabungen im nördlichen Abschnitt des geplanten Ausbauprojekts der Bundesstraße B 169 zwischen der B 6 und Salbitz begonnen. Die Maßnahme dient der Sicherung und Bergung archäologischer Funde, die im Rahmen der Vorsondierung identifiziert wurden. Sie stellt einen zentralen Bestandteil der bauvorbereitenden Arbeiten für den insgesamt 7,8 Kilometer langen Streckenabschnitt dar. Das teilte das Landesamt für Archäologie am Dienstag mit.
In der archäologischen Voruntersuchung, die im Nordabschnitt von August bis November 2024 stattfand, konnten zahlreiche Fundstellen identifiziert werden. Die Region ist aufgrund ihrer fruchtbaren Böden und der jahrtausendelangen Besiedlung für ihren archäologischen Reichtum bekannt. Zwei Teams mit insgesamt bis zu 16 Fachleuten beginnen nun damit, die ersten dieser Fundstellen sorgfältig zu dokumentieren und bis Ende 2025 zu bergen.
Für die anstehenden Grabungen des Landesamtes für Archäologie Sachsen (LfA) erfolgt der vollständige Abtrag der humosen Oberbodenschicht auf rund 38.000 Quadratmetern in fünf großflächigen Bereichen zwischen Raitzen und Bloßwitz. Die Firma Bothur GmbH & Co. KG führt die Arbeiten im Auftrag der Niederlassung Leipzig des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (LASuV) durch.