Der Freistaat Sachsen hat 2025 umfangreiche Förderentscheidungen für kommunale und regionale Verkehrsinfrastruktur getroffen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) fungierte als Bewilligungsbehörde und stellte Fördermittel in Höhe von rund 213 Millionen Euro bereit, um Rad-, Fuß- und ÖPNV-Verkehr nachhaltig zu stärken. Das teilte die Behörde mit.
Die Mittel verteilten sich in erster Linie auf zwei Schwerpunktbereiche: Für Maßnahmen zum Rad- und Fußverkehr, kommunalen Straßenbau und Brückenbau wurde ein Gesamtzuwendungsvolumen von 27,3 Millionen Euro bewilligt. Für die Modernisierung und den Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur standen 185,8 Millionen Euro zur Verfügung.
Gefördert wurden Neubau und Ausbau von Radwegen, die Erneuerung bestehender Geh- und Radwege sowie Sanierungen im Zuge kommunaler und staatlicher Straßen. Ersatzneubauten und Sanierungen von Radweg- und Gehwegbrücken zählen ebenso zu den geförderten Maßnahmen wie kommunale Anteile an Straßen- und Kreuzungsausbauprojekten sowie Vorhaben nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG).
Die großen Investitionen in den ÖPNV umfassen Ladeinfrastruktur und Betriebshofmodernisierungen für Elektrobusse, die Grunderneuerung von Gleichrichterunterwerken für Straßenbahnen sowie die Erneuerung von Gleis-, Fahrleitungs- und Bahnstromanlagen. Außerdem wurden Modernisierungen an Haltestellen, der Ausbau barrierefreier Zugänge und die Erneuerung von Mittel- und Gleichspannungskabeln unterstützt.
Die Förderung erfolgte nach den einschlägigen Förderrichtlinien des Freistaates und ergänzend im ÖPNV-Bereich nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes. Antragstellern standen verschiedene Programme zur Verfügung; eine Übersicht ist auf der Website des LASuV abrufbar.
Zur Zielsetzung erklärte Gabriele Ladewig, Präsidentin des LASuV: »Wer die Mobilität von morgen gestalten will, muss heute konsequent in eine sichere, leistungsfähige und nachhaltige Infrastruktur investieren.« Die Maßnahmen sollen Verkehrssicherheit erhöhen, den Umweltverbund stärken und die Leistungsfähigkeit der kommunalen Verkehrsinfrastruktur verbessern.
Der Freistaat kündigt an, die engagierte Förderung moderner Verkehrsstrukturen auch in den kommenden Jahren fortzusetzen, um den Wandel im Verkehrsbereich voranzutreiben und nachhaltige Mobilität flächendeckend zu unterstützen.