Für Kraftfahrer ist es seit einigen Wochen ein neues Gefühl, über die Stauffenbergallee in Dresden zu rollen. Auf jeweils einer Spur in jede Richtung können sie leise über den frischen Asphalt rollen, wenn auch hinter der S-Kurve stadtwärts noch vorbei an Absperrbaken auf der nördlichen Straßenhälfte. Bernd geht gerade auf dem Fußweg vorbei und freut sich über das neue Bild. Der Pieschener Senior, der seinen Nachnamen nicht nennen möchte, kennt noch andere Zeiten. „Schließlich war ich 43 Jahre Lkw-Fahrer und bin oft hier vorbeigekommen“, erzählt er. Die Fahrt über das uralte Holperpflaster sei schrecklich und nicht nur von ihm gefürchtet gewesen. „Ich freue mich jetzt, dass die Stauffenbergallee fast fertig ist“, sagt er.
Die rot-weißen Absperrbaken zeugen jedoch noch davon, dass die Bauleute noch einiges zu tun haben. Als die SZ vor einigen Tagen vor Ort war, arbeitete aber nur eine Kanalservice-Firma in einem Bereich direkt am Straßenrand.
Der Ausbau der Königsbrücker Straße hat sich erheblich verzögert. Deshalb hatte sich die Stadt entschlossen, nach Jahrzehnten des Wartens die Stauffenbergallee endlich zu sanieren. Seit Mai 2024 ist das Kopfsteinpflaster im 1,5 Kilometer langen Stück zwischen Hammerweg und Rudolf-Leonhard-Straße mit ihren 3,5 Meter breiten Fahrspuren abschnittsweise verschwunden – außer im letzten Stück.