Ausgeglichen ist etwas anderes. Bürgermeisterin und Kämmerin Friederike Trommer hat den Entwurf des Doppelhaushalts 2026/27 in den Stadtrat eingebracht. Der Plan steht unter besonders schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, setzt aber gezielte Impulse für die Weiterentwicklung der Stadt Coswig. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.
Die Haushaltsplanung ist geprägt von anhaltend steigenden Ausgaben durch Inflation und überdurchschnittliche Lohnsteigerungen, auch bei externen Dienstleistern. Gleichzeitig trübt sich die Einnahmenseite: Das Wachstum der Steuereinnahmen verlangsamt sich, Schlüsselzuweisungen gehen zurück, investive Schlüsselzuweisungen sind vorübergehend kaum verfügbar. Trotz mehrfacher Überarbeitungen und Einsparungen gilt der Haushalt nach gesetzlichen Vorgaben nicht als ausgeglichen.
Dennoch zeigt sich die Stadt zuversichtlich. „Wir halten Coswig mit diesem Haushaltsplan weiter auf Kurs“, so Trommer. Der Schwerpunkt liege auf dem wirtschaftlichen Umgang mit den verfügbaren Mitteln; der Erhalt bestehender Standards hat Vorrang vor neuen oder erweiterten Leistungen. Ein erheblicher Teil geplanter Investitionen muss aus den Rücklagen der Vorjahre finanziert werden, ergänzt durch geplante Grundstücksveräußerungen.