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Haushalt: Schwierige Finanzsituation für Coswig

Haushalt: Schwierige Finanzsituation für Coswig
Vorstellung des neuen Haushaltsentwurfes zur Stadtratssitzung vom 4. Februar 2026. Foto: Stadtverwaltung Coswig
Von: Meißen News
Die Kämmerin von Coswig legt den Doppelhaushalt 2026/27 vor: Trotz knapper Einnahmen will Coswig auf über 13 Millionen Euro für Investitionen ausgeben.

Ausgeglichen ist etwas anderes. Bürgermeisterin und Kämmerin Friederike Trommer hat den Entwurf des Doppelhaushalts 2026/27 in den Stadtrat eingebracht. Der Plan steht unter besonders schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, setzt aber gezielte Impulse für die Weiterentwicklung der Stadt Coswig. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Die Haushaltsplanung ist geprägt von anhaltend steigenden Ausgaben durch Inflation und überdurchschnittliche Lohnsteigerungen, auch bei externen Dienstleistern. Gleichzeitig trübt sich die Einnahmenseite: Das Wachstum der Steuereinnahmen verlangsamt sich, Schlüsselzuweisungen gehen zurück, investive Schlüsselzuweisungen sind vorübergehend kaum verfügbar. Trotz mehrfacher Überarbeitungen und Einsparungen gilt der Haushalt nach gesetzlichen Vorgaben nicht als ausgeglichen.

Dennoch zeigt sich die Stadt zuversichtlich. „Wir halten Coswig mit diesem Haushaltsplan weiter auf Kurs“, so Trommer. Der Schwerpunkt liege auf dem wirtschaftlichen Umgang mit den verfügbaren Mitteln; der Erhalt bestehender Standards hat Vorrang vor neuen oder erweiterten Leistungen. Ein erheblicher Teil geplanter Investitionen muss aus den Rücklagen der Vorjahre finanziert werden, ergänzt durch geplante Grundstücksveräußerungen.

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Für 2026 und 2027 sind investive Maßnahmen von rund 13,3 Millionen Euro vorgesehen. Schwerpunkte sind Straßenbauprojekte, die Umsetzung des Programms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten“  im Spitzgrund sowie der Bau eines Kunstrasenplatzes am Kahlhügelweg. Weiterhin sind Mitfinanzierungen der Straßenentwässerung in Verbindung mit Maßnahmen der WAB Coswig GmbH und des Eigenbetriebes Kommunale Dienste geplant sowie die Entwicklung neuer Wohn- und Gewerbeflächen zur Stärkung der Stadtentwicklung.

Auch Bildungs- und Sicherheitsmaßnahmen sind eingeplant. Das Start‑Chancen‑Projekt an der Leonhard‑Frank‑Oberschule sowie die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. Freiwillige Leistungen bleiben trotz knapper Kassen wichtig: Rund 1,1 Millionen Euro für Kultur, etwa 500.000 Euro für Sportförderung, Mittel für Spielplätze sowie Wirtschafts‑ und Tourismusförderung. Die Richtlinie Familienförderung soll mit circa 200.000 Euro jährlich bis 2027 fortgeführt werden; insgesamt investiert die Stadt rund 2,5 Millionen Euro jährlich in freiwillige Aufgaben.

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