Statistik aus dem Rathaus. Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Großenhain kam im Jahr 2025 insgesamt elfmal zusammen, davon waren 10 Sitzungen öffentlich und ermöglichten Bürgerinnen und Bürgern Fragen zu stellen. Eine nichtöffentliche Klausursitzung im April 2025 war der Gastauftritt des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Insgesamt fällte das Gremium 77 Beschlüsse, fünf davon in nichtöffentlichen Teilen. Zum Vergleich: 2024 wurden 139 Beschlüsse gefasst, viele davon betrafen nach der Kommunalwahl Neubesetzungen in Gremien und Aufsichtsräten. Ergänzend wurden 14 Informations‑ bzw. Mitteilungsvorlagen in öffentlichen sowie 15 in nichtöffentlichen Sitzungen zur Kenntnis genommen. Die Sitzungen dauerten zusammengerechnet 20 Stunden und 42 Minuten. Auf den öffentlichen Teil entfielen 12 Stunden und 40 Minuten, auf den nichtöffentlichen Teil 8 Stunden und 2 Minuten. Im Vorjahr lag die Gesamtdauer bei 17 Stunden und 5 Minuten, trotz deutlich mehr Beschlüssen.
Die umfangreichste Sitzung fand am 18. Juni 2025 statt; sie dauerte 3 Stunden und 9 Minuten und umfasste 15 Vorlagen. Die kürzeste öffentliche Sitzung am 16. April 2025 dauerte 16 Minuten und brachte zwei Beschlüsse hervor.
Zu den Beschlüssen zählen zahlreiche Bauleistungsvergaben sowie Grundsatz‑, Bau‑ und Finanzierungsbeschlüsse. Hervorzuheben sind die Fortschreibung des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (SEKO) „Zentrum“ der Stadt, die Haushaltssatzung für 2025/2026 sowie weitere Satzungen und Richtlinien. Zudem standen Informationen zu Photovoltaik‑ und Windkraftvorhaben auf der Tagesordnung.
Die Anwesenheit war hoch: Im Durchschnitt fehlten nur 1 bis 4 Stadträte pro Sitzung. 13 Fehlzeiten wurden aus dienstlichen Gründen angegeben, 11 aus persönlichen Gründen wie Krankheit oder Erholungsurlaub. Unentschuldigte Fehlzeiten gab es 2025 nicht.
Auch die zwölf Ortschaftsräte arbeiteten aktiv: In den Ortsteilen fanden 55 Sitzungen statt, zudem gab es am 26. März 2025 eine gemeinsame Sitzung. Acht sachkundige Einwohner unterstützen beratend die Ausschüsse; zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich in Arbeitsgruppen. „Der Zeit‑ und Arbeitsaufwand in Ausschuss‑ und Aufsichtsratssitzungen sowie bei Vorbereitung und Fraktionsarbeit sind nicht erfasst, dürfen aber nicht außer Acht gelassen werden“, erläuterte Annett Purl von der Geschäftsstelle Stadtrat. Oberbürgermeister Sven Mißbach dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und die hohe Einsatzbereitschaft im kommunalen Geschehen.