Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat seine diesjährige Haus- und Straßensammlung am Donnerstagnachmittag in Dresden an der Frauenkirche gestartet. Mit der Spendendose in der Hand sind Vertreter der Bundeswehr Sachsen, aus der Politik und von Blaulichtorganisationen auf dem Dresdner Neumarkt unterwegs, um Spenden von den Passanten einzuwerben. Das Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr aus Erfurt begleitet die Auftaktveranstaltung mit einem Repertoire deutscher Militärmusik. Das teilte die Bundeswehr am Freitag mit.
Seit 1919 kümmert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge um die Gräber von deutschen Gefallen und Zivilisten im Ausland. Weltweit betreut er mehr als 800 Soldatenfriedhöfe mit mehr als 2,8 Millionen Toten. Und jedes Jahr kommen neue dazu. 2024 wurden die Gebeine von 11.000 im Zweiten Weltkrieg Gefallenen exhumiert. 4.000 Personen konnten identifiziert werden. Somit erhalten auch heute noch, über 80 Jahre nach Kriegende, viele Familien eine letzte, wenn auch traurige Gewissheit über die Ruhestätte ihrer Angehörigen.