Die hochansteckende Geflügelpest hat den ersten Geflügelbetrieb in Sachsen erreicht. Der Erreger H5 wurde von der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen nachgewiesen. Das Friedrich-Löffler-Institut hat den Verdacht inzwischen durch eigene Untersuchungen bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit.
In dem betroffenen Geflügelbetrieb in der Gemeinde Ebersbach wurden rund 8.000 Puten gehalten, die am Wochenende getötet wurden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das Landratsamt Meißen hat umgehend Maßnahmen ergriffen, um das Risiko einer weiteren Verbreitung der Tierseuche zu minimieren. Dazu gehören Stallpflicht sowie die Einrichtung notwendiger Sperrzonen.
Staatsministerin Petra Köpping äußerte sich besorgt: „Nach den ersten Fällen von Geflügelpest bei Wildtieren hat die Tierseuche nun auch einen geflügelhaltenden Betrieb in Sachsen nachweislich erreicht. Bereits im Vorfeld haben wir unsere Krisenstrukturen auf einen möglichen Ausbruch in einem Betrieb vorbereitet, damit wir im Fall der Fälle schnell handeln können.“ Sie empfiehlt dringlich allen Geflügelhaltern in Sachsen, ihre Tiere in Ställen unterzubringen. Auch die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen biete weiterhin den besten Schutz vor einem Eintrag des Virus.