Was passiert mit der Polizei bei einem Stromausfall? Um die Sicherheit und Einsatzfähigkeit der sächsischen Polizei in Dresden sowie den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge weiter zu stärken, soll ein Backup-System etabliert werden. Damit soll die Kommunikation der Einsatzkräfte auch während eines langanhaltenden flächendeckenden Stromausfalls (Blackout) gesichert werden, teilte das Landratsamt Meißen am Donnerstag mit.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Vorhabens sei die Anbindung der Polizeidirektion Dresden an das bereits bestehende Krisenkommunikationsnetz (KriKom-Netz). Hierfür wird das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Dresden mit einem fest installierten Katastrophenschutz-Leuchtturm-System ausgestattet, das speziell dafür entwickelt wurde, die Kommunikation im Notfall aufrechtzuerhalten. Dieses System sorgt dafür, dass die Polizei auch in Krisensituationen, in denen herkömmliche Kommunikationswege versagen, weiterhin effektiv zusammenarbeiten kann.
Darüber hinaus werden im Landkreis Meißen die Polizeireviere Riesa, Großenhain und Meißen jeweils mit mobilen Systemen ausgestattet. Diese sogenannten KriKom-Koffer sind so konzipiert, dass sie unabhängig vom Stromnetz funktionieren und somit eine ausfallgeschützte Verbindung zur Polizeidirektion Dresden, der Integrierten Regionalleitstelle sowie zu den Verwaltungsstäben der Landkreise gewährleisten. Damit wird sichergestellt, dass die Einsatzkräfte auch in Szenarien ohne funktionierende Infrastruktur schnell und zuverlässig kommunizieren können.