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Ehemaliger Meißner OB-Kandidat verlässt die SPD

Ehemaliger Meißner OB-Kandidat verlässt die SPD
Frank Richter war auch mal Chef der Landeszentrale für politische Bildung. Foto: SLpB
Von: Meißen News
Frank Richter, ehemaliger Meißner SPD-Abgeordneter, tritt aus der Partei aus und äußert Kritik am Asylkurs der Bundesregierung und der SPD.

Beinahe wäre er vor sieben Jahren Meißner Oberbürgermeister geworden. Die Wahl gegen den jetzigen OB Olaf Raschke verlor er denkbar knapp. Jetzt ist Frank Richter aus der SPD ausgetreten, wurde am Donnerstag bekannt.

Frank Richter (65) war von 2019 bis 2024 für die SPD Mitglied im Sächsischen Landtag. Er wurde über die Landesliste der SPD gewählt. In seinem Wahlkreis Meißen fiel er vor allem mit flüchtlingspolitischen Aktivitäten auf, wurde jedoch bei der Aufstellung der Landesliste für die Landtagswahl 2024 nicht mehr berücksichtigt. Ein Direktmandat gegen die AfD und CDU in Meißen zu erringen, war ein chancenloses Unterfangen. Trotzdem zog er in den Wahlkampf - und verlor.

Der Theologe, der zunächst Katholik war, dann Alt-Katholik und später zum evangelischen Glauben wechselte, der auch mal in der CDU war, begründete seinen Austritt aus der SPD gegenüber sächsische.de mit der Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion zur Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär schutzberechtigte Flüchtlinge. Ihn schmerzten die Äußerungen maßgeblicher SPD-Politiker zum Asylkurs und die „Verrohung der Gesellschaft“. Richter frage sich, ob das 'S' im Namen der SPD mittlerweile genauso wertlos sei wie das 'C' im Namen der CDU.

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