Unterm Loschwitzer Pylon des Blauen Wunders in Dresden bietet sich seit Anfang dieses Monats ein neues Bild. Neben und über der Fahrbahn ist eine stabile Schutzkonstruktion errichtet worden, sodass Kraftfahrer wie durch einen kleinen Tunnel fahren. Bis November war das Hängegerüst unter dem Loschwitzer Brückenteil weitgehend fertiggestellt worden. Die „Hängerüstung“, wie dieses Gerüst in der Fachsprache heißt, „ist Zuwegung und Arbeitsebene für die Korrosionsschutzarbeiten an der Bauwerksunterseite“, erklärt das Straßen- und Tiefbauamt
Gerüstbauer haben jetzt nächtliche Sperrpausen während der beiden letzten Novemberwochenenden genutzt, um mit der Montage der Gerüste und der speziellen tunnelartigen Schutzkonstruktion für den Verkehr oberhalb der Fahrbahn zu beginnen. Seitdem arbeiten die Gerüstbauer weiter, wachsen die Gerüste zusehends.
Eigentlich sollten diese Gerüste bereits im Oktober aufgebaut werden. Doch das musste verschoben werden, da zuvor wichtige tragende Stahlbauteile ausgetauscht werden. „Es handelte sich um Bauteile der Konstruktion, welche durch Fahrzeuganprall verformt waren“, erläutert das Straßenbauamt. „Hierzu gehörten insgesamt drei statisch relevante, sogenannte Hänger. Das sind vertikale Streben, die die Lasten aus der Fahrbahn in die Brücke überleiten.“
