Mit Hilfe von Spenden sollen die vor 70 Jahren verschwundenen Porzellanvögel für das Vogelzimmer im Barockschloss Rammenau (Landkreis Bautzen) zurückkehren. Auf Initiative des Freundeskreises Schlösserland wurde das Projekt ins Leben gerufen. «Es gibt bereits neun abgeschlossene Vogelpatenschaften. Wir sind weiter auf der Suche nach Unterstützern», sagte Freundeskreis-Vorsitzender Matthias Donath, am Freitag, bei einem Pressegespräch. Zurück sind unter anderem schon Eisvogel, Buchfink, Dompfaff, Bluthänfling, Bachstelze und Gimpel.
Das einst üppige Vogelzimmer geht zurück auf Friedrich von Kleist, der um 1800 das Schloss klassizistisch ausstattete. «Der Adel wollte den Landesherrn nacheifern, Wunderkammern, Kunstkammern und Kunstkabinette erfreuten sich großer Beliebtheit», sagte Schlossleiterin Ines Eschler. Forschungen gehen davon aus, dass in dem Kabinett 24 Vogelskulpturen auf kleinen Konsolen standen. Auf einem Foto aus dem Jahr 1937 seien die Figuren noch in ihrer ursprünglichen Anordnung zu sehen.