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Verein Mühlenregion Nordsachsen feiert 20-Jähriges nach

Viel Wind, fruchtbare Böden: Nordsachsen bietet gute Voraussetzungen für Windmühlen. Ein Verein will die traditionellen Anlagen erhalten - auch unter Corona-Bedingungen.

Der Verein Mühlenregion Nordsachsen hat Geburtstag: Am Dienstag wird er 21 Jahre alt - und feiert dennoch runden Geburtstag. «Unser Jubiläum ist coronabedingt im letzten Jahr ins Wasser gefallen, genauso wie der traditionelle Mühlentag», sagte die Geschäftsführerin des Vereins, Andrea Heyn. Deshalb wollen die Mitglieder am kommenden Wochenende mit einer kleinen Feier das 20-jährige Bestehen nachfeiern.

Mittlerweile gehören dem Verein 50 Mitglieder an - darunter der Landkreis Nordsachsen, Kommunen, Heimatvereine, Mühlenbetreiber und Privatpersonen. Sie eint das Ziel, die Tradition der Müllerei in der Region aufrecht zu erhalten. «Mühlen sind die ältesten Maschinen der Menschheit», sagte Heyn. Der Verein wolle dafür sorgen, dass die Mühlen im Gedächtnis blieben und gut gepflegt würden.

Ob Bockwindmühlen, Wassermühlen oder Motormühlen: Die ältesten Exemplare des Vereins bestehen laut Heyn seit über 250 Jahren. Die Standorte sind weit älter und reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Gerade in Nordsachsen habe es schon viele Windmühlen gegeben, sagte Heyn. «Die Region ist windhaltig und die Böden sind fruchtbar.» Deshalb seien nahezu alle heute noch erhaltenen Exemplare Getreidemühlen.

Auch in den kommenden Jahren wollen die Mitglieder des Vereins ihr Brauchtum pflegen. Die Mühlenregion sucht daher Museumspädagogen, die mit Kindern und Jugendlichen Workshops durchführen wollen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH