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Theater Chemnitz holt Premieren nach

Nachdem die Corona-Pandemie die Spielpläne durcheinandergewirbelt hatte, hebt sich am Theater Chemnitz der Vorhang für weitere einst geplante Produktionen. So werden die Operette «Die lustige Witwe», die Oper «Carmen» und die Shakespeare-Komödie «Ein Sommernachtstraum» in der neuen Spielzeit Premiere feiern, informierte das Theater am Donnerstag bei der Vorstellung des Spielplans 2022/2023. Auch der in Chemnitz geborene Schriftsteller Stefan Heym (1913-2001) ist in der neuen Saison vertreten.

Die vergangenen beiden Spielzeiten seien von vielen Verschiebungen, Änderungen und Absagen geprägt gewesen, beklagte Generalintendant Christoph Dittrich mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kam der Umzug des Schauspiels und des Figurentheaters in ein Interim wegen der Sanierung des Schauspielhauses. Nun wolle sein Fünf-Sparten-Haus mit Freude und Elan in die neue Spielzeit starten. Er sei zuversichtlich, mit dem breitgefächerten Angebot das Publikum zurückgewinnen zu können.

So will das Orchester zusammen mit dem MDR-Rundfunkchor Robert Schumanns Oratorium «Das Paradies und die Peri» zu Gehör bringen. Das Stück sei noch nie in Chemnitz aufgeführt worden, hieß es. Das Ballett bietet derweil sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Tanz mit dem dreiteiligen Abend «Wellen.Flimmern» und den Märchenklassikern «Elisa und die wilden Schwäne» sowie «Cinderella». Opernliebhaber erwartet derweil neben Webers «Freischütz» auch Leoš Janáčeks «Das schlaue Füchslein» in tschechischer Sprache.

Allein das Schauspiel will in der nächsten Spielzeit 14 Premieren stemmen. Eine davon ist «Der große Hanussen» von Stefan Heym. Er schrieb das Stück 1941 im Exil, 2021 wurde es den Angaben zufolge in England wiederentdeckt. In Chemnitz werde es nun zum zweiten Mal überhaupt auf einer Bühne zu sehen sein, hieß es. Das Figurentheater beschäftigt sich derweil unter anderem mit dem Altwerden. Dazu nimmt es Martin Baltscheits Stück «Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor» ins Programm.

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