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Tagungszentrum des Deutschen Hygiene-Museums wird saniert

Nach zwanzig Jahren intensiver Nutzung wird der sogenannte Kopfbau Süd des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden saniert. Die Kosten liegen bei rund 1,2 Millionen Euro, wie die Einrichtung am Montag mittelte. Das Gebäude soll bis zum Frühjahr 2023 für den Veranstaltungsbetrieb optimiert und so die Attraktivität des Hygiene-Museums als Tagungsort verbessert werden. So werden mobile Trennwände eingebaut für flexible Raumgrößen, die Fußböden erneuert sowie Technik und Beleuchtung auf den neuesten Stand gebracht.

Der südliche Vorbau des 1930 von dem Architekt Wilhelm Kreis (1873-1955) geschaffenen Ausstellungsgebäudes war zuletzt 1998/99 nach Plänen des Architekturbüros Coop Himmelb(l)au Wien (Österreich) renoviert worden. Darin befinden sich ein Saal mit 200 Plätzen sowie 9 Seminarräume und das Foyer. 2019 fanden dort nach Angaben des Museums 639 Kongresse, Konferenzen, Messen und Konzerte statt, 2022 wird mit knapp 500 gerechnet.

Das Deutsche Hygiene-Museum wurde 1912 vom Industriellen Karl August Lingner (1861-1916), dem Erfinder des Mundwassers Odol, gegründet. In der Weimarer Republik trug es mit verständlicher Präsentation von Wissenschaft zur Demokratisierung des Gesundheitswesens bei, wirkte im Nationalsozialismus dann an «rassenhygienischer» Propaganda mit. In der DDR ein Hort der Gesundheitserziehung, erhielt es 1991 eine Neuausrichtung als Museum vom Menschen, seit 1999 getragen von einer Stiftung.

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