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Staatskapelle: Fokus auf Strauss und Mendelssohn Bartholdy

Die Sächsische Staatskapelle Dresden legt in der neuen Saison einen Schwerpunkt auf das Werk von Richard Strauss und Felix Mendelssohn Bartholdy. Er habe sich bisher «dem Felix viel zu wenig gewidmet», bekannte Chefdirigent Christian Thielemann am Montag bei der Vorstellung der Spielzeit in Dresden. Ein Konzertprogramm im November bleibt zum 175. Todestag von Mendelssohn Bartholdy ausschließlich diesem Komponisten vorbehalten.

Da die Staatskapelle künftig kein Residenzorchester bei den Salzburger Osterfestspielen mehr ist, wird das Publikum Ostern 2023 an der Elbe mit Strauss-Tagen beschenkt. «Die Verbindungen zwischen Richard Strauss und der Staatskapelle sind so mannigfach, dass man sie immer wieder neu und anders erzählen kann», betonte Thielemann. Neun seiner 15 Opern hatte Strauss damals in Dresden herausgebracht, dem Orchester widmete er seine «Alpensinfonie».

Zudem werden Sinfonien von Anton Bruckner und Gustav Mahler in der neuen Spielzeit zu hören sein. Als Gastdirigenten treten unter anderen Ehrendirigent Herbert Blomstedt, Ton Koopman, Philippe Herreweghe, Daniel Harding und Daniele Gatti auf. Die Geigerin Julia Fischer ist als neue «Capell-Virtuosin» mit mehreren Programmen zu Gast. Als «Capell-Compositrice» - ein weiterer Titel, den das Orchester jede Spielzeit vergibt - agiert Komponistin Olga Neuwirth.

Erstmals nach der Zwangspause wegen der Pandemie sind auch wieder Tourneen nach Asien geplant. Mit dem Ersten Gastdirigenten Myung-Whun Chung reist das Orchester wenige Wochen nach dessen 70. Geburtstag am 22. Januar 2023 nach Südkorea. Schon im Herbst dieses Jahres will die Staatskapelle nach China. Gastkonzerte in Europa sind etwa in Mailand, Wien, Linz, Luxemburg und Hamburg vorgesehen.

Außer in der Semperoper gibt die Staatskapelle beim «Heimspiel» auch Konzerte im Kulturpalast, so ein Sonderkonzert am Vorabend der Internationalen Schostakowitsch-Tage Gohrisch. Zum Silvesterkonzert steht erstmals seit langer Zeit wieder Beethovens 9. Sinfonie auf dem Programm. Im Adventskonzert in der Dresdner Frauenkirche gibt die Dirigentin Marie Jacquot ihr Debüt am Pult der Staatskapelle.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden wurde 1548 gegründet und gilt als das älteste Orchester der Welt, das ohne Unterbrechung besteht. Im Herbst 2023 möchte man in Dresden ausgiebig das Jubiläum 475 Jahre feiern. Wegen des damit verbundenen Programmes will Thielemann im Sommer 2023 auf ein Engagement in Bayreuth verzichten.

Thielemanns Vertrag in Dresden endet im Sommer 2024. Die Frage nach einem Nachfolger ließ Orchestervorstand Friedwart Christian Dittmann am Montag offen. «Wir befinden uns in einem Prozess, der sehr intensiv ist, aber der tatsächlich nur die Mitglieder des Orchesters etwas angeht.»

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