3-D-Modelle von empfindlichen Exponaten oder virtuelle Protagonisten: Der neue Direktor des Vogtlandmuseums in Plauen, Sebastian Dressel, plant eine umfassende Digitalisierung. «Bei der Vielfalt unserer Bestände müssen wir viel moderner und inklusiver werden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Museum hat vier Standorte. Den Umfang der Sammlung, die im späten 19. Jahrhundert durch Bürgerengagement entstand und von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart reicht, schätzt der Direktor auf rund eine halbe Million Objekte. Einen Schwerpunkt bilden textile Erzeugnisse, darunter die «Plauener Spitze».
Vieles sei noch nicht angemessen inventarisiert, sagte Dressel. «Bestände etwa aus dem früheren Spitzenmuseum oder aus anderen Sammlungen müssen noch erfasst, fotografiert und beurteilt werden. Dann benötigen sie eine angemessene Verwahrung.» Am Freitag soll Dressel offiziell im neuen Amt begrüßt werden. Sein Vorgänger Martin Salesch will die Einrichtung als wissenschaftlicher Mitarbeiter weiter unterstützen.