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Grabung und Baustelle: Zwinger ohne Orangenbäumchen

Blick auf die archäologischen Ausgrabungen im Innenhof des Dresdner Zwingers. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/dpa/Archivbild
Blick auf die archäologischen Ausgrabungen im Innenhof des Dresdner Zwingers. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/dpa/Archivbild

Wegen archäologischer Grabungen und Sanierung bleibt der Innenhof des Dresdner Zwingers in diesem Sommer erstmals komplett ohne Orangenbäumchen. Nachdem 2021 wenigstens ein Teil des Areals bestückt werden konnte, werden die etwa 80 Pomeranzen erstmals nicht aus ihrem Winterdomizil umziehen, wie die staatlichen Schlösserverwaltung am Dienstag mitteilte. Ein Teil der exotischen Pflanzen ziere aber die untere Orangerie im Barockgarten Großsedlitz bei Heidenau (Sächsische Schweiz), sagte eine Sprecherin. Der Rest bleibe hinter den Kulissen der dortigen Gartenmeisterei.

Die etwa 2,50 Meter hohen Bitterorangen-Bäumchen sorgen seit 2018 jeweils von Frühjahr bis Herbst für mediterranes Flair im Zwinger-Innenhof - in blau-weißen Kübeln und nach historischem Vorbild. Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733) hatte den Zwinger ab 1709 als Orangerie für die damals als «goldene Äpfel» bezeichneten Orangen- und Pomeranzenbäume bauen lassen, die als Status- und Machtsymbol galten. Schon 1714 war er Heimstatt für mehr als 600 Pflanzen von rund 30 Arten, die das Baudenkmal bis 1880 prägten. Später entwickelte sich das Areal zum Ort höfischer Fest- und Repräsentationskultur sowie Museumsdomizil.

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