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Dresdner Philharmonie zieht Corona-Bilanz

Leere Stuhlreihen im Konzertsaal des Kulturpalast. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild
Leere Stuhlreihen im Konzertsaal des Kulturpalast. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/archivbild

Treue Fans, neue digitale Angebote und Radio-Konzerte. Die Dresdner Philharmonie blickt mit gemischten Gefühlen auf das erste Jahr der Corona-Pandemie.

Die Dresdner Philharmonie hat ihre zwangsläufige «Corona-Quarantäne» für digitale Formate und Aufnahmen genutzt und plant für die Zeit ohne Publikum weitere Einspielungen. Für Orchester und Konzerthäuser sei die Pandemie eine historische Zäsur, erklärte Intendantin Frauke Roth am Donnerstag in Dresden. «Was sich aber vor allem gezeigt hat und sich sicher ins kollektive Philharmonie-Gedächtnis eingraben wird: Nur im Team, nur wenn ein Chefdirigent wie Marek Janowski, das Management und das Orchester an einem Strang ziehen, kann aus einer solchen Situation künstlerisch Hochwertiges und in mancher Hinsicht Neues erwachsen.» In diesem Sinne schaue man gespannt, aber auch mit Zuversicht auf die kommende Zeit.

Eine Wiederaufnahme des Konzertbetriebs mit Publikum sei momentan nicht absehbar, hieß es. Entsprechende Bedingungen wie Testpflicht, Kontaktnachverfolgung oder Anpassung der Sitzzahl würden derzeit für ein Konzept geprüft: «Aktuell wird Verdis "La Traviata" unter der Leitung von Daniel Orén mit Lisette Oropesa, Lester Lynch, weiteren namhaften Solisten und dem Chor der Sächsischen Staatsoper für CD aufgenommen.» Dem schließe sich Anfang April eine Aufnahme von Belcanto-Arien mit Oropesa an. Am 26. März übertrage Deutschlandfunk Kultur ein Konzert unter Leitung von Tomáš Netopil. Im April folgten im Rundfunk zwei Konzertprogramme mit Chefdirigent Marek Janowski.

Die Philharmonie konnte wie andere deutsche Orchester 2020 nur bis Mitte März in einem Normalbetrieb spielen. Dann begann die «Corona-Saison» mit einem Lockdown und kompletter Spielpause bis Mitte Juni. Danach folgte bis Ende August ein eingeschränkter Konzertbetrieb, bei dem das städtische Orchester von Dresden bis zu 490 Besucher pro Auftritt in den Saal einließ. Ab 1. September durften sogar bis zu 800 Menschen die Konzerte hören. Am 2. November 2020 begann der zweite Lockdown und verhinderte weitere Auftritte der international bekannten Orchesters - ausgerechnet im Jahr seines 150. Geburtstages.

Dresdner Philharmonie

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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