– Ein bedeutendes Industriedenkmal wird zum modernen Museum: Die Energiefabrik Knappenrode hat für ihre bauliche und museale Neugestaltung 1,19 Millionen Euro aus dem Sofortprogramm für den Strukturwandel in der Lausitz bekommen. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) nannte die ehemalige Brikettfabrik bei der Übergabe des Fördermittelbescheids eine «bedeutende Erinnerungsinstitution». Nach ihrer Fertigstellung werde sie Einheimische wie Touristen anziehe. Zugleich mache sie Geschichte, Charakter und Wandel der Lausitzer Braunkohleregion Lausitz erlebbar.
Neben den Bundesmitteln stellt der Kommunale Zweckverband Sächsisches Industriemuseum nochmals 1,19 Millionen Euro für den Umbau zur Verfügung. Der Zweckverband wird vom Freistaat gefördert. Die Gelder werden unter anderem in die Gestaltung der neuen Dauerausstellung auf knapp 19000 Quadratmetern Innen- und Außenfläche sowie in die Instandsetzung des Gebäudes und den barrierefreien Zugang fließen.
Museumsleiterin Kristin Zinke unterstrich die Bedeutung des einmaligen Industriedenkmals in der sächsisch-brandenburgischen Lausitz. «Das Museum wird in seiner zukünftigen Dauerausstellung erstmals die geschichtliche Entwicklung des alten Reviers von seinen vorindustriellen Anfängen hin zu einer zukunftsorientierten Urlaubs- und Energieregion vielschichtig darstellen», sagte sie. «Der Standort erhält seine Geschichte.» Die letzte Schicht in der ehemaligen Brikettfabrik endete 1993. Erbaut wurde sie 1914 durch die Eintracht Braunkohlenwerke und Brikettfabriken AG unter Leitung des preußischen Großindustriellen Joseph Werminghoff.