Ein 34 Jahre alter Mann hat zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Zwickau zum Teil gestanden, seine Stieftochter missbraucht zu haben. In der Anklageschrift ist von insgesamt zwölf Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs die Rede. Demnach soll der Mann sich in der gemeinsamen Wohnung im vogtländischen Rosenbach erstmals 2013 an dem damals neun Jahre alten Mädchen vergangen haben.
Nach einer längeren Pause soll es laut Staatsanwaltschaft im Jahr 2015 wiederholt zu erzwungenem Sex gekommen sein. In einem Fall soll demnach die Mutter des Kindes im Wohnzimmer nebenan geschlafen haben. In der Regel sei er jedoch mit dem Kind allein gewesen.
Der Angeklagte räumte in seiner Aussage am Donnerstag lediglich zwei derartige schwere Übergriffe und zwei solche Versuche ein. «Sie hat angefangen zu weinen, da habe ich aufgehört», sagte er vor Gericht. Schwerer sexueller Missbrauch wird mit mindestens zwei Jahren Gefängnis bestraft.
In den übrigen Fällen bestreitet der Angeklagte den schweren Missbrauch, räumte jedoch ein, das Kind unsittlich berührt zu haben. Das ist als sexueller Missbrauch mit mindestens sechs Monaten Freiheitsentzug strafbar.