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OAZ-Chef: Rechts-/Linksextremismus bleibt Hauptanstrengung

02.02.2017 von

Der Chef des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) sieht durch die geplante Einrichtung eines neuen Terrorabwehrzentrums nicht die Gefahr einer Verschiebung der Prioritäten in Richtung Islamismus. «Es wird keine Aufweichung des OAZ geben», sagte Bernd Merbitz am Donnerstag dem MDR. Die «Hauptanstrengungen» richteten sich weiter auf den Kampf gegen Extremisten von rechts und links. Als Konsequenz aus der Pannenserie im Terrorfall «Al-Bakr» hatte Innenminister Markus Ulbig (CDU) die Einrichtung des Terrorabwehrzentrums angekündigt. Laut Merbitz soll es bis Herbst in Dresden seine Arbeit aufnehmen.

Die sächsische Gewerkschaft der Polizei äußerte sich skeptisch. «Wir dachten, dass wir mit dem OAZ ein Gebilde haben, das ausreichend ist - nur dass die Anbindung nicht ausreichend war», sagte Gewerkschaftschef Hagen Husgen dem MDR. Er bemängelte, dass es für das neue Zentrum kein zusätzliches Personal geben soll: «Also, ich kann mir gut vorstellen, dass dann andere Organisationseinheiten bluten und Personal abgeben müssen.»

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Arno Burgi

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