Mehr als die Hälfte seines Lebens hat er bereits hinter Gittern verbracht. Nun muss ein einschlägig vorbestrafter Sexualstraftäter wegen schwerer Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens erneut ins Gefängnis. Neun Jahre und sechs Monate Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung lautete das Urteil des Landgerichts Zwickau wegen Freiheitsberaubung, schweren sexuellen Missbrauchs, vorsätzlicher Körperverletzung und versuchter Nötigung. «Er ist für die Allgemeinheit als gefährlich einzustufen», sagte der Richter bei der Urteilsbegründung am Donnerstag.
Besonders brisant an dem Fall: Der Verurteilte war etwa ein Jahr vor der Tat aus dem Maßregelvollzug entlassen worden. Insgesamt saß er nach Angaben seines Verteidigers in seiner Heimat Niedersachsen bereits 25 Jahre hinter Gittern. Der Mann ist dem Gericht zufolge wegen massiver Sexualdelikte vorbestraft.
In dem dreitägigen Verfahren, das auf Wunsch der Eltern des Opfers weitestgehend hinter verschlossenen Türen stattfand, hatte der Mann seine Tat gestanden. Diese hatte er zudem auf Video festgehalten. Demnach brachte er das Kind am 21. Juni 2016 auf dem Nachhauseweg von der Schule in seine Gewalt. In einem Waldstück in der Nähe von Zwota (Vogtlandkreis) hielt er das Mädchen über Stunden fest und missbrauchte es mehrfach.